Dr.phil. Roland Dönicke:
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Letzte Aktualisierung: 12.04.2019

Dr. Dönicke

  • Verhaltenstherapie
  • Lösungs- und ressourcenorientierte Therapie
  • Systemische Therapie
  • Anpassungsstörungen bei Trennungs- und Belastungssituationen
  • Depressionen
  • Arbeits- und Leistungsstörungen
  • Psychosomatisierte Störungen
  • Angsterkrankungen
  • Therapie sexueller Funktionsstörungen von Männern (möglichst als Paartherapie)
  • Dozenten- und Supervisionstätigkeit
  • Gruppentherapie

Zu meiner Person

Dr.phil. Dipl.-Psychologe Roland Dönicke

verheiratet, 2 Kinder

Psychologischer Psychotherapeut

Am Hofgarten 16
53113 Bonn
Tel.: 0228-211077
Fax: 0228-9140709

Approbation bei der Bezirksregierung Köln
Kassenzulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein seit 1984
Mitglied im Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten

Behandlungszeiten

Mo: 08:00 - 12:00
13:30 - 15:30
Di: 12:00 - 15:00
16:00 - 19:00
Mi: 08:00 - 13:00
Do: 12:00 - 15:00
16:00 - 19:00
Fr: 08:00 - 13:00

Arbeitsweise

Formaler Rahmen

In einer ersten Probesitzung (max. fünf sind möglich) schildern Sie mir, was Sie zu mir führt. Mit meinen Fragen dazu versuche ich mir ein Bild Ihrer Problematik zu machen und mit Ihnen einen ersten Verständnisrahmen zu finden. Auch werde ich Ihnen grundlegende Aspekte meiner Arbeitsweise beschreiben und auch welche Schwerpunkte mir bei der vorliegenden Problematik angemessen erscheinen. In diesem Kontakt können wir beide feststellen, ob „die Chemie“ stimmt und es bleibt genügend Zeit, auch auf Ihre Fragen einzugehen. Evt. wird eine zweite Probesitzung vereinbart.

Kurzfristig und unbürokratisch werden dann nach Beantragung von den gesetzlichen Kassen 25 Sitzungen (von der Beihilfe 10 Sitzungen) als Kurzzeittherapie bewilligt. Die Bewilligung weiterer Sitzungen erfordert ein aufwändigeres Beantragungsverfahren, in welches von der Kasse ein Gutachter einbezogen wird. Normalerweise läuft die Bewilligung auch dieser Sitzungen unproblematisch. Maximal möglich sind 80 Sitzungen, die von den Kassen übernommen werden. Wurden in den vergangenen 2 Jahren bereits psychotherapeutische Leistungen in Anspruch genommen, gestaltet sich das Bewilligungsverfahren schwieriger.

Sitzungen finden meist im ein- bis zweiwöchentlichen Rhythmus statt, gegen Ende einer Therapie manchmal auch seltener.

Mein Verständnis von Psychotherapie

Mein grundsätzliches Verständnis von Psychotherapie ist das eines gemeinsamen Tüftelprozesses mit mir und den Patienten. Ich sehe dabei immer zwei Experten am Werk: Der Therapeut ist spezialisiert auf das Entwerfen von möglichst passgenauen therapeutischen Angeboten und ist verantwortlich für eine förderliche Beziehungsgestaltung mit dem Patienten. Patienten kennen sich selbst am besten und sind Spezialisten für ihren individuellen Werdegang und ihr gegenwärtiges Leben, wie belastend und unbefriedigend es auch sein mag. Sie tüfteln mit an Problemlösungsschritten und überprüfen diese in der Zeit zwischen den Sitzungen auf ihre Tauglichkeit.

Ein therapeutischer Prozess umfasst oft einen Klärungs- und einen Bewältigungsanteil. Geklärt werden die Umstände in der biographischen Vergangenheit, die die heutige Problematik nahe legen und mit- verursachen. Durch ein vertieftes Verständnis von Entstehungskontexten und Funktionen von Handlungsmustern wird Raum für Veränderungen frei. Oft stellt sich dabei heraus, dass Verhaltensmuster früher einen Sinn hatten: als Notausgang, zur Vermeidung von übergroßer Angst, als sinnvolle Anpassungsstrategie oder Versuch einer Selbstheilung, heute aber in dieser verfestigten überlieferten Form nicht mehr das Optimum darstellen und konstruktiveren Bewältigungsmöglichkeiten im Wege stehen. Analysiert werden müssen auch die Verhaltensmuster in der Gegenwart, die zur Aufrechterhaltung einer Störung beitragen und sie nicht selten auf diese Weise stabilisieren, z.B. durch Vermeidungsverhalten (Teufelskreise).

Klärung passiert meist über eine sich intensivierende Selbsterforschung und –wahrnehmung und das Einordnen und Verarbeiten von biographisch relevanten Erfahrungen. Dabei erweist sich für mich zunehmend ein Grundsatz als ganz wichtig: „Das, was ich in mir finde, darf sein – erst dann kann/wird es sich verändern“. Diese Haltung fördert Achtsamkeit, Selbstakzeptanz und Geduld.

Im Bewältigungsbereich einer Psychotherapie geht es hingegen um den Entwurf und die Umsetzung von Handlungsalternativen im heutigen Lebens- und Beziehungsfeld. Dies schließt ein: Verhaltensexperimente zum Ausprobieren von Lösungsschritten, zur Konfrontation mit bislang gemiedenen Situationen, zur Überprüfung von bisher gültigen Vorannahmen.

In einer Psychotherapie wechseln sich Klärungs- und Bewältigungsetappen meist einander ab.

Lösungsorientierung in der Psychotherapie bedeutet, den Patienten zu ermutigen, Lösungen ins Auge zu fassen und sich von der Fixierung von Bewusstsein und Wahrnehmung auf das Problem ( = Problem-Trance) zu lösen.

Ressourcenorientierung des Therapeuten hilft dem Patienten dabei, aus vorhandenen Kompetenzen und positiven Bewältigungserfahrungen Kraft zu schöpfen für die notwendigen Veränderungsprozesse und vermittelt ihm, dass er beileibe nicht nur aus Problemen besteht.

Durchweg betrachte ich Psychotherapie also als einen handlungsbezogenen Problemlöseprozess, in dem die Bedingungen für erfolgreiche Veränderung erforscht und ausgelotet sowie Handlungsalternativen erprobt werden.

Die zahlreichen psychotherapeutischen Modelle, Herangehensweisen und Methoden, die ich im Laufe meines beruflichen Werdegangs kennengelernt habe, stelle ich in den Dienst dieses psychotherapeutischen Prozesses. Für mich hat also keine Methode absoluten Vorrang. An der Verhaltenstherapie schätze ich jedoch besonders die Handlungs- und Lösungsorientierung sowie die Bereitschaft zur Weiterentwicklung als therapeutischer Ansatz.

Meine Arbeit ist darüber hinaus beeinflusst von:
Gesprächstherapie, systemischer Therapie, lösungsorientierter Kurzzeittherapie, Gestalttherapie, tiefenpsychologisch orientierter Körper-Psychotherapie (George Downing), imaginativer Therapie, Hypnosetherapie (Milton Erickson).

Zur Kontrolle meines therapeutischen Handelns nehme ich mehrfach pro Monat an einer Intervisionsgruppe mit KollegInnen teil, in der problematische Therapieverläufe zur Diskussion gestellt werden können. Außerdem verpflichte ich mich zu regelmäßiger Weiterbildung.

So funktioniert Sexualtherapie

Ihre Probleme:

Sexuelle Funktionsstörungen wie:

  • Erektionsstörungen: die Erektion hält nicht lange genug an, ist nicht stark genug oder bleibt ganz aus
  • Orgasmusstörungen: ausbleibender Orgasmus, zu früher / zu später nicht kontrollierbarer Orgasmus

Unzufriedenheit mit dem sexuellen Erleben in der Beziehung durch:

  • zuwenig Austausch über Wünsche und Bedürfnisse
  • zuwenig/zuviel Lust
  • zuwenig Abwechslung
  • Hemmungen und Ängste
  • unterschiedliches Erleben von Sexualität bei Mann und Frau

Das therapeutische Angebot:

Von diesen Problemen ist in einer Partnerschaft nicht nur einer betroffen, sondern immer beide, weil partnerschaftlicher Sex in der „Zweisamkeit“ stattfindet. Deshalb und weil Männer und Frauen sexuelle Probleme oft unterschiedlich wahrnehmen, arbeite ich als Therapeut möglichst mit Paaren. Manchmal ist jedoch auch eine Einzeltherapie sinnvoll oder einer Paartherapie gehen einige Einzelsitzungen voraus.

Ich gehe dabei von folgenden Grundgedanken aus:

  • Negative Gefühle wie Angst, Ärger und Ekel sind unvereinbar mit sexueller Erregung und Lust. Deswegen ist es wichtig, Bedingungen zu schaffen, unter denen diese Gefühle nicht auftreten können.
  • Sexuelle Erregung soll gespürt werden dürfen, ohne dass sie gleich „verwendet“ werden muss zum Geschlechtsverkehr oder Orgasmus.
  • Ihre Gedanken und Voreinstellungen wirken massiv darauf ein, wie Sie Sexualität erleben und bewirken dabei positive oder negative Erfahrungen.
  • Manchmal verweisen sex. Probleme auf eine tieferliegende Störung der partnerschaftlichen Kommunikation

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Entspannte, spielerische (Wieder-) Annäherung der Partner von nicht erotischer Zärtlichkeit bis hin zu sexuellen Begegnungen, die beiden Partnern gefallen. Begleitend dazu das Verlernen der sexuellen Funktionsstörung, falls diese Ursache Ihrer Probleme war.
  • Erlernen bzw. Verbesserung der Kommunikation mit der Partnerin über Wünsche und Bedürfnisse im sexuellen/partnerschaftlichen Bereich.

Um diese Ziele zu erreichen, gebe ich fein abgestimmte, aufeinander aufbauende Hausaufgaben mit. Erfahrungen damit besprechen wir in den Therapiesitzungen. Gemeinsam wird entschieden, wie und in welchem Tempo es weitergehen soll.

Bei Vorliegen von bestimmten Störungen wird eine sexualtherapeutische Behandlung im Rahmen einer Verhaltenstherapie von Privatversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen bezahlt/bezuschusst.

Gruppentherapie

Mein gruppentherapeutisches Angebot umfasst Gruppen mit vier Teilnehmern, die sich 15 mal im wöchentlichen Abstand zu jeweils 2 ¼ Zeitstunden treffen. Durch diese überschaubare Größe kann gut die jeweils individuelle Problemlage und Lösungssuche mit in den Blick genommen werden. Die Arbeitsweise der Gruppen orientiert sich am schematherapeutischen Konzept.

In der Schematherapie gehen wir von Schemata als überdauernden Lebensthemen und -stilen aus, die in situationsbezogen aktivierten Modi sichtbar und erfahrbar werden. So kann sich beispielsweise eine Patientin mit einem starken Versagensschema (als überdauerndes Thema) einerseits traurig, verzweifelt und hilflos fühlen, wenn ihr nur ein geringfügiger Fehler unterläuft. Andererseits kann sie möglicherweise in überkompensierender Weise extreme Leistungsfähigkeit zur Schau stellen und eigene Fehler negieren. Möglicherweise vermeidet sie Leistungssituationen aber auch, um nicht mit den damit verbundenen Gefühlen in Verbindung zu treten. Dieser jeweils aktivierte Modus, in dem ich mich gerade befinde, dominiert als „Gemütszustand“ mein Fühlen, Denken, Handeln sowie mein Selbstbild in der aktuellen Situation.

Für jeden Teilnehmer wird eine Moduslandschaft erarbeitet als Landkarte der eigenen bevorzugten Ich-Zustände und Selbstanteile, die als Ausgangs- und Bezugspunkt dient für die weitergehende therapeutische Arbeit.

pdf icon Schematherapeutischen Elemente und Arbeitsweisen
Lesen Sie hier eine konkretere Beschreibung der schematherapeutischen Elemente und Arbeitsweisen, die dem Buch „Therapie-Tools Schematherapie“ entnommen ist
Symbol zum Aufrufen der PDF Datei
© Faßbinder, Schweiger, Jacob: Beltz 2012, S. 19-21, www.beltz.de

Der schematherapeutische Schwerpunkt beinhaltet außerdem die Förderung einer achtsamen und akzeptierenden Wahrnehmungsausrichtung auf die eigene Person. Innerhalb der Achtsamkeitshaltung (Gewahrsein, Geistes-Gegenwart) ist das Bewusstsein nicht wertend bei dem, was in mir gerade geschieht und haftet nicht an der Vergangenheit oder eilt in die Zukunft voraus. Sich anbahnende innere (emotional gefärbte) Prozesse werden frühzeitiger erkennbar und können leichter losgelassen werden. Dadurch entsteht ein innerer Freiraum, der regulierenden Einfluss auf die Handlungsplanung gemäß eigener bewusster Ziele erleichtert.
Achtsamkeitsübungen sowohl während der Gruppensitzungen wie auch im Alltag sollen fester Bestandteil der Therapie sein und es den Gruppenteilnehmern ermöglichen, sich mit den problematisch erlebten Mustern zu akzeptieren und diese zugleich achtsam zu beeinflussen.

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